Tipps & Tricks

Auch Nicht-Mathe-Genies können und werden es schaffen

Mit dem leichteren Pflichtteil lässt sich bereits ein Drittel aller Verrechnungspunke erreichen. Auf diesen Pflichtteil kann man sich recht gut vorbereiten. Für Nicht-Mathe-Genies stellt sich also nicht die Frage “Schaffe ich das Mathe-Abi oder nicht?“ sondern eher “Wie viel Vorbereitungszeit investiere ich, damit ich einigermaßen durchkomme?“

 

Nur auf den Pflichtteil darf man sich allerdings nicht verlassen. Aber auch der Wahlteil ist in der Regel so aufgebaut, dass die ersten Teilaufgaben recht einfach sind (z.B. Funktionsgraphen skizzieren, Extremwerte oder Wendepunkte bestimmen) und erst anschließend die Teilaufgaben schwerer werden.


Die Vorbereitung planen: Trainingsplan

Wer einmal für einen Marathon oder Triathlon trainiert hat, weiß, wie wichtig die Planung der Trainingseinheiten ist. Auch zur Vorbereitung auf das Mathe-Abitur sollte man sich einen individuellen Trainingsplan (mit den Themen des Pflichtteils, Aufgabentypen im Wahlteil, Wiederholung) erstellen. Dieser Plan sollte realistische Termine beinhalten und dabei auch die Vorbereitungen für die anderen Fächer berücksichtigen. Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass vor der Abiturprüfung auch noch reguläre Klausuren geschrieben werden. Mit dieser Planung kann man während der Vorbereitungsphase den Stand seiner Vorbereitung überprüfen und falls nötig seine Arbeitsweise ändern.

 

Hier stellen wir einen Vorschlag für einen Trainingsplan als Download zur Verfügung. Dieser Plan darf beliebig weitergegeben, kopiert und verändert werden. Wir empfehlen, andere Abiturfächer in die Planung mit aufzunehmen.

 

Trainigsplan Abitur 2017
Trainigsplan Abitur 2017
Download
Trainingsplan
mathe-abi-bw.de Trainingsplan 2018.xls
Microsoft Excel Tabelle 44.0 KB

Rechtzeitig anfangen

Wer kennt das nicht… kurz vor der Abgabe einer Arbeit wird es plötzlich hektisch und es werden sogar Nachtschichten notwendig. Kurz vor dem Abitur sind Hektik und wenig Schlaf aber alles andere als hilfreich. Um dieses zu verhindern, gibt es ein ganz einfaches Mittel - nämlich frühzeitig mit der intensiven Vorbereitung anzufangen. Für einen durchschnittlichen Schüler bedeutet das, dass er spätestens zum Jahreswechsel mit der Vorbereitung beginnen sollte. Den geeigneten Zeitpunkt wird man bei der Erstellung seines Trainingsplans selber finden und dabei wahrscheinlich feststellen, dass der Jahreswechsel sogar schon etwas zu spät ist.


Mit Abituraufgaben der früheren Jahre üben

Die beste Vorbereitung für das Abitur in Mathematik (und nicht nur dort) ist das Üben mit Abituraufgaben aus den vergangenen Jahren. Die Aufgaben und Musterlösungen findet man im Internet und natürlich gibt es auch Übungsbücher. Es ist also notwendig, sich die Abituraufgaben der vergangenen Jahre zu besorgen.

 

Selbst mit einem unsicheren Halbwissen sollte man beim Üben gleich mit diesen Abituraufgaben beginnen. Aufgaben aus dem Schulbuch sind zu breit gefächert und entsprechen selten dem Stil des Abiturs. Weiterhin erscheinen in den Abiturprüfungen regelmäßig „alte Bekannte“ aus früheren Abituraufgaben, die im Schulunterricht bzw. dem klassischen Schulbuch nicht so häufig auftauchen. Ein Beispiel hierfür ist der Rotationskörper, der gute Chancen hat, auch im nächsten Abitur wieder zu erscheinen.


Bei der Vorbereitung mit dem Pflichtteil beginnen

Der Pflichtteil umfasst nahezu den gesamten Themenbereich für das Mathe-Abitur. Da die Aufgaben im Pflichtteil in der Regel einfacher als die Aufgaben im Wahlteil sind, sollte man mit dem Vorbereiten des Pflichtteils beginnen. Hierbei empfiehlt es sich, die Pflichtteile der vergangenen Jahre themenweise zu üben (d.h. zuerst die Aufgaben 1 der letzten Jahre, dann die Aufgaben 2 usw.). Erst wenn sich eine gewisse Routine einstellt und natürlich auch als Wiederholung vor der Prüfung sollten die Pflichtteile vergangener Jahre vollständig gelöst werden.

 

Nach der Vorbereitung des Pflichtteils kann man sich jetzt an den in der Regel schwereren Wahlteil wagen. Auch beim Wahlteil sollten die Aufgaben der vergangenen Jahre themenweise geübt werden.


Mit dem Taschenrechner üben

Einige Aufgaben im Wahlteil des Abiturs lassen sich einfach mit Hilfe des Taschenrechners erledigen, z.B. das Darstellen von Funktionsgraphen, das Bestimmen von Nullstellen oder das Lösen linearer Gleichungssysteme. Insbesondere im Stochastik-Teil lassen sich einige Aufgaben (z.B. Binomialverteilung und Hypothesentests) ohne Taschenrechner kaum lösen. Es lohnt sich also, zur Vorbereitung auf das Abitur mit dem Taschenrechner zu üben.


Lerngruppen bilden

Das Joggen am Sonntag morgen bei Schmuddelwetter macht keinen Spaß. Eine feste Verabredung mit einem Trainingspartner hilft aber dabei, den inneren Schweinehund zu besiegen. Wenn man dann hinterher zufrieden unter der Dusche steht, ist man froh, sich doch überwunden zu haben.

 

Ähnlich ist es mit Lerngruppen, die sich regelmäßig treffen. Häufig ist die Motivation in der Gruppe einfacher und gelegentliche Durchhänger lassen sich besser überstehen. Die ideale Größe einer Lerngruppe liegt bei zwei bis vier Schülern, die etwa gleich gut sind. Darüber hinaus können Lösungswege und Probleme in Lerngruppen ausgetauscht und diskutiert werden, wobei man gegenseitig voneinander profitiert.


Hilfreiche Links (Kultusministerium Baden-Württemberg)